Desinformationsmonitoring in Moldau
Für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit haben wir vor der Präsidentschaftswahl 2024 in Moldau Desinformationsaktivitäten und ausländische Einflussnahme beobachtet und analysiert.
Die Republik Moldau steht als EU-Beitrittskandidat und Nachbarland der Ukraine besonders stark im Fokus russischer Einflusskampagnen. Die Präsidentschaftswahl sowie das Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Landes waren daher im Herbst 2024 ein zentrales Ziel pro-russischer und anti-europäischer Stimmungsmache und hybrider Einflussaktivitäten. Diese richten sich dabei vor allem auch gegen die pro-europäische Präsidentin Maia Sandu.
Vor diesem Hintergrund haben wir im Rahmen des GIZ-Projekts InfoTrustAllianceMoldova ein Dashboard aufgebaut, das gezielt genderspezifische Desinformation, die dahinterstehenden Akteure sowie verbreiteten Narrative live monitort, kategorisiert und visuell aufbereitet. In einer Fallstudie haben wir darüber hinaus Einflusstaktiken rund um das Referendum sowie digitale Methoden zur Untergrabung des sozialen Zusammenhalts im Land analysiert.